Einmal Orient und zurück: Mit Herr Paschulke auf Tour von Deutschland über Ungarn in die Türkei.
Freitag, 17. September 2010
Donnerstag, 16. September 2010
Henne oder Ei?
12:00 Uhr: Abfahrt in Aalen. Es geht Richtung Bayern: Mehr Berge und der süddeutsche Teil der Band verfällt zunehmend in unverständliches Gebrabbel (Dialekt nennen sie das). Gottseidank muss kaum gesprochen werden auf der Fahrt, denn: Die Playstation läuft (ja, die Playstation wird oft erwähnt in diesem Blog. Und ja, das ist dringend nötig. Die Vorstellung, neun Leute drei Wochen lang in einem Bus, der nicht über diese wertvolle Ablenkung verfügt, ist richtiggehend beängstigend).
Am frühen Abend Ankunft beim Huppi in Hemhof. Dessen Dorfkneipe ist eines von zwanzig Häusern im Dorf; anders gesagt: Wir sind auf dem Land. Zu bemerken ist dies zudem an fehlendem Handy-Empfang und frei laufenden Hühnern. Tilman bekommt erklärt, dass dort die Eier herkommen, er „sieht es aber nicht“.
Während nach und nach die Dorfgemeinschaft eintrudelt, begrüßt die Band Börries Eltern und bereitet sich mental auf die schwierigen Platz- und Klimabedingungen des Auftritts vor. Spätestens in der zweiten Hälfte des Konzerts ist dann die 5qm große Tanzfläche berstend gefüllt, der Raum hat Betriebstemperatur, Huppi macht einen Wodka-Aufguss und wir testen neue Song-Ideen.
Ohne Zugabe lässt man hier niemanden gehen und so gibt’s nach „Round and Round“ für den noch halbwegs fitten Teil der Band auch noch eine Runde „Russisch Koks“ ausgegeben (Wodka, Zitrone, Kaffee, Zucker), bevor wir endlich im gastlichen Haus Hornemann ins Bett fallen können.
Mittwoch, 15. September 2010
In der Sonne aalen

Guten Morgen Stuttgart!
Das Konzert mit Schulterblick hat uns gut gefallen, so kann es weitergehen.
Morgens schnuffelt sich die Mannschaft durch das geniale Frühstück bei den Burger-Kings. Gegen Mittag schwimmt unser Flaggschiff durch die Wogen des Stuttgarter Verkehrs. Johannes hat einen bayrischen Tanzbären wieder getroffen und steigt am Wilhelmsplatz zu. Dann braust Herr Paschulke gen Aalen.
Die sanft gewellte Hügellandschaft entzückt alle Paschulkes gleichermaßen. Mit „Ahs“ und „Ohs“ wird das Auftauchen der schwäbischen Alb gefeiert. Nomen ist Omen: Im Hause Siegmund ist der Mund der Sieger, serviert wird echte Oberkochener Küche – „Tschilie kon Karne“.
Im Café Podium ist die Terrasse für uns gerichtet. Wir spielen unter Sonnenschirmen. Das Aalener Publikum schnippt schnippisch im Takt: Hier wird das Sitztanzen erfunden. CDs gehen reihenweise über den Tisch – „das war wie ein Tag Urlaub“ – gibt es schönere Komplimente?
... Ja! Einen Heiratsantrag für unsere liebe Ruth (Ps: Schönen Gruß an Jan, wir haben dankend abgelehnt).
Spruch des Tages am CD-Stand: „Ich nehme zehn!“ ¬– neuer Rekord im Einzelverkauf!
Nach dem Ständchen schmausen wir auf der Terrasse und schlagen unser Matratzenlager auf. Es geht nix über schwäbische Gemütlichkeit. Jetzt freuen wir uns auf die Bayern- das Ausland beginnt!
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Dienstag, 14. September 2010
„Wo ist denn eigentlich dieses ‚Stuttgart 21’?“
Der gruppendynamisch wertvolle Saunagang muss wegen guten Wetters leider entfallen.
Dafür dann heimatliche Gefühle im Bus beim Einzug in Stuttgart. Mit Fanta 4 cruisen wir nachmittags in die Innenstadt.
In der Königsstraße fällt unsere PA aus. Wir legen trotzdem los und die ganze Band brüllt die Texte mit. Liegt es an der fehlenden Verstärkung, dem netten „Paschulke-Chor“ oder ist Stuttgart weniger streng in seinen Straßenkunst-Auflagen? Jedenfalls marschieren zwei Polizisten zwischen Band und Straßenpublikum hindurch, ohne uns eines Blickes zu würdigen.
Niko nutzt die freie Zeit, um Zuschauern Zusagen für das abendliche Konzert abzutrotzen. In der ganzen Stadt werden tagsüber noch Bekannte gewonnen. Auch aus Tübingen und Heidelberg kommen die Fans angereist.
Anschließend geht’s ab ins „21“… ähm, nee: „Zwölfzehn“: Schnell noch Pizza mit extra Fett zum Abendessen und eine Runde Hacki-Sack auf dem Parkplatz.
Der Höhepunkt des Tages wird vorbereitet durch die Jungs von „Schulterblick“. Mit Michas Bruder Andi an der Trompete heizen sie dem Publikum ein und bereiten die Stimmung für den dicken Nachbarn von Peter Lustig.
Als der dann endlich in Form von gleich sieben Gestalten die Bühne betritt, heißt es: Springen, Tanzen, Mitsingen! Und auch wenn schon nach dem zweiten Song keine Steigerung mehr möglich scheint, wachsen alle Beteiligten über sich hinaus und verschmelzen zu einer einzigen brodelnden Masse...
Nachdem schließlich selbst der Letzte sein Shirt durchgeschwitzt hat, findet der Abend mit „The Ghost“ von den Faröer-Inseln seinen würdigen Ausklang.
Bilanz des Tages: 31 verkaufte CDs - Rekord!
Wehmutstropfen: das „21“ haben wir nirgends gefunden. Trotzdem, unsere Mission ist erfüllt, das fehlende Teil für die Playsi gekauft, die Fahrten sind gerettet!
Montag, 13. September 2010
Sonntag, 12. September 2010
Hauptsache abgefahren!
Herr Paschulke grüßt aus Stuttgart! Die erste Etappe ist geschafft: Wir sind hier und der Bulli ist prall gefüllt mit Musik und guter Laune in 170 Dosen. Begeisterung schon auf der Fahrt: O-Ton Niko: "Spontane Ausrufe des Glückes beim Anblick der Frankfurter Skyline."
Beim Zwischenstop in Heidelberg durften wir Höhen und Tiefen des Straßenmusiker-Daseins kurz gefasst in 5 Minuten erleben. Trotz südlich-sommerlicher Stimmung wollten die Uniformierten kein Palazzo-Feeling aufkommen lassen. Den Rest des Abends genießen wir schwäbische Gastfreundschaft bei Michas Mama: Flammkuchen und Maultaschen!
PS: Morgen stehen große Aufgaben an. Der buseigene Fernseher läuft zwar, aber die Playstation verweigert sich bisher dem Anschluss. Wir freuen uns außerdem auf intensive gruppendynamische Prozesse beim geplanten Saunagang im Leutze.
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