Dienstag, 15. November 2011

Herr Paschulke im Fernsehen

Ein Filmteam vom WDR hat uns einen Tag lang begleitet. Nun ist der Betrag online:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/11/14/lokalzeit-dortmund-paschulke.xml

Donnerstag, 24. März 2011

Herr Paschulke ist wieder Unterwegs

Herr Paschulke ist wir wieder unterwegs. Die Tage werden wieder länger und der Winterschlaf ist nun endgültig vorbei. Natürlich waren wir nicht untätig. Neue Songs warten darauf gespielt und betanzt zu werden. Zahlreiche Konzerte stehen in den nächsten Monaten auf dem Plan.

Hier geht es zu den Konzerten: http://myspace.com/herrpaschulke

Achja und übrigens sind wir inzwischen per Du mit dem echten "Herr Paschulke" aus der Kindersendung Löwenzahn. Wir trafen den Schauspieler Helmut Krauss bei einem fetten Konzert im Kaffee Burger im kalten Berliner Februar.

Wir freuen uns auf Euch da draußen!

Mittwoch, 10. November 2010

Herr Paschulke beim WDR und neue Konzerte

Ein paar Tage ist es her, seit unserem letzten Eintrag. Mit einigen Rückschlägen haben wir uns von den Strapazen der Tour erholt. Wir arbeiten hart an neuen Songs und kleiden ein paar alte ins Akustikgewand. Denn am 18. November gibt es Herr Paschulke Unplugged in der bochumer Ruhruniversität. Ein weiteres außergewöhnliches Ereignis wird sicher unser Konzert auf dem bochumer Weihnachtsmarkt am 20. November werden.

Hier gibt es noch einen schönen Radiobeitrag über unsere Tour, der auf WDR5 gesendet wurde:

Herr Paschulke - Plugged on Autobatterie

Montag, 11. Oktober 2010

Herr Paschulke - Podcast 13 - Witten: Sex on Stage

Herr Paschulke - Podcast 12 - Graz: Die Ösis haben uns wieder!

Danksagung:

Wir wollen mit unseren Blogs und Videos den Ermöglichern der Tour danken – allen voran Thomas Mann und seinem Zauberberg; aber auch Roland Bartes' Fragmente einer Sprache der Liebe, das uns das nötige Vokabular für die Verbalisierung unserer Gefühle bot; Red Bull, die Boje vor jeder Müdigkeitserscheinung; Sonja Leidemann, unsere hochverehrte Bürgermeisterin und Schirmfrau; Öger Tours, unser türkischer Support in Sachen Reise mit NINA; StyleIslam, die uns mit T-Shirts und mehr ausgestattet haben; Ostermann, der uns finanziell sehr freundlich zur Seite stand; Ulrich Land, der für WDR 1 bis 9 geniale Sendungen über uns produziert hat; Joschi von Scherenberg, dessen Fotos Geschichte schreiben werden; Arne Poll, dessen Foto Geschichte schreibt; Petra, die ihre selbstlose Liebe für unsere Musik sprechen ließ; Herr Hoffmann von der UW/H, dessen "Sohn" Uwe uns ja auch auf der Fahrt besucht hat; Herbert Karpienski, der uns wohl am freimütigsten unterstützende Spender; Michael Hornemann, bei dem das kleine Privatkonzert am Gartenzaun leider wegen Routenänderung ausfiel; Matthias vom Chor, der das Finanzielle abgewickelt hat; Touralarm, die uns den Bus liehen; der Budapester Flughafen, auf dem wir in Zukunft mit sehr guten Gedanken landen werden; die Familien, bei denen wir Kost und Logis bekamen und Kraft tanken konnten; allen Veranstalter, die uns mit viel Vertrauen die Konzerte ermöglicht haben; Lisa und Jasper für ihre technische, PR-ige, mentale und physische Unterstützung, unseren Freunden und Fans und Dir, lieber Blog-Leser. Herr Paschulke sagt DANKE!

Montag, 4. Oktober 2010

Herr Paschulke - Podcast 10 - Novi Sad

Sorry Witten, Sorry Witten, Sorry Witten, hehehehe


Witten, Heimat. Kaum dass wir uns von unserem Bus verabschiedet haben, treffen sich große Teile der Band zufällig im leider recht abgegrasten Alnatura. Der Samstagabend wird zur Pflege und Erholung genutzt, einige versacken anschließend bei Tilman.
Sonntag - der Tag unseres letzten Konzertes der East To West Tour. Im "Treff" müssen wir noch die Bühne vergrößern, dann ist es soweit. In ein vorfreudiges Klatschen und goldenes Scheinwerferlicht hinein betreten wir - wieder zu acht - die Bühne. Von Jakobs erstem Schlag an feiern uns die Fans und sich gleich mit. Hier muss niemand warm gespielt werden, begeistert tanzt und springt die Menge.

Was uns besonders freut: Nachdem sie ein paarmal erst beim Zusammenpacken ankamen, schaffen Axel und Antonia es heute, ein Konzert zu besuchen. Die beiden Dortmunder hatten wir in Pécs kennengelernt; sie haben in privater Reise die Kulturhauptstädte Europas verbunden und uns dabei immer wieder knapp verpasst. Schön, dass es zuhause dann geklappt hat.

Da die Idee, als Zugabe das Alarm-Video nachzustellen, wegen Platzmangels verworfen wird, entscheiden wir uns, Nikos Lieblingshit "Push me" zu covern. Hier kann das Publikum Zeuge zweier Weltpremieren werden: Johannes spielt Bass und Niko singt per Megafon. Und es funktioniert: frenetisch jubelt das Publikum! Es fühlt sich gut an, wieder im Pott zu sein – und wir sind stolz auf unsere Tour.

Samstag, 2. Oktober 2010

Zu früh, aber zufrieden

Herr Paschulke bei WDR3 Mosaik


Tja, so kanns gehen: Nachdem die letzten Grazer Bühnenlichter ausgehen und der Vorhang fällt, macht Börries’ Stimme endgültig den Abgang. Jetzt kann er höchstens noch Johnny Cash in seinen besten Jahren imitieren. Zudem folgt in der Nacht eine Hommage an das einzige Lied von Niko’s ehemaliger Band „Dein Vater aufs Maul“: I shit, you shit, I shit, you shit, I shit, you shit – explosive diarrhea! Börries ist ausgeknockt. Nach reiflichen Überlegungen, welche Genesungsoptionen helfen können und wie wir am besten mit dem kranken Hühnchen verfahren, entscheiden wir uns, die beiden Konzerte in Linz und Zürich abzusagen. Es schmerzt, sind beides tolle Veranstaltungen in super Locations, auf die wir uns sehr gefreut haben, aber unverhofft kommt oft und wir treten die Heimreise an.
Aber es gibt auch gute Nachrichten:

Wir sind jetzt Stars!

Uli Land hat eine wunderbare Sendung in der WDR 3 Sendung „Mosaik“ über unsere Zeit in Pécs gemacht. Gemeinsam hören wir sie mit großem Wohlgefallen. Danke, Uli!

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/10/01/mosaik-paschulke.xml

On the road again lernen wir eine Österreichische Autobahnmautstelle besser kennen. „Siebeneurofünfzich“. „Aber wir haben eine Vignette gekauft“.„Siebeneurofünfzich“. „Wofür müssen wir das denn bezahlen?“ „Siebeneurofünfzich!“. „Könnten Sie uns bitte verraten, wofür wir dann eine Mautplakete haben?“ „SIEBENEUROFÜNFZICH!!!“.
Oha, so läuft das hier also. Abends gewähren uns die Siegmunds wieder sehr freundliches Asyl samt exquisiter Kürbissuppe. Wie gut tut solche Wärme!

Für die letzte Etappe vertil(man)gen wir unsere letzte Red Bull Pyramide und gucken die letzte Folge der Twin Peaks Staffel.

Verfrüht zuhause fühlt sich komisch an. Jetzt freuen wir uns sehr auf den Wittener Treff!

Herr Paschulke - Podcast 8 - Sofia Sofia

Freitag, 1. Oktober 2010

Graz im schönen Österreich


Danke Zagreb! Nach einem endlich mal wieder längeren Ausschlafen und Frühstück im Gemeinschaftsraum verabschieden wir uns von der netten Hosteldame, die ähnlich wie wir wegen gemeinsamer After-Show-Party reichlich verknittert ist.

Nach einer flotten 4-Stunden-Fahrt, während der wir überraschend unser neuntes Land, Slowenien, passieren, kommen wir bei Romeo (Betonung auf dem e) in Graz an. Er ist der Herr und Meister über das Jugendkulturzentrum Explosiv. Die Paschulkes sind schwer beeindruckt von der gefühlt 100m2 Bühne und der gewaltigen Lichtanlage. Leider verbietet diese das Aufhängen unserer Banner, da sie dem Feuertest nicht Stand halten (30 Sekunden das Feuerzeug dranhalten - leider schmolz es prompt). Danach: endlich Kesselgulasch und Abhängen in den luxuriösen und großzügig mit Knabbereien ausgestatteten Aufenthaltsräumen. Während sich das Explosiv-Team alle Mühe gibt, uns zu verwöhnen, machen wir Soundcheck und lernen unsere Support-Band Spuk, Österreichs Tocotronic, kennen.



Das Konzert selbst wird der Location leider nicht gerecht, da wir mit zehn parallel stattfindenden Konzerten konkurrieren- zu viele für die 250 000 Graz-Einwohner. Zusätzlich setzt sich ein besoffener Punk auf die Bühne und irritiert die anderen Zuschauer. Nach den tanz- und trinkintensiven Konzerten auf dem Balkan kommt nun etwas Enttäuschung auf, die aber durch viele begeisterte Kommentare und gute Absatzzahlen am CD-Stand abgemildert wird.

Wir erfreuen uns am feinen österreichischen Bier Puntigamer und kriechen alles in allem zufrieden in die hauseigenen Kojen.

Herr Paschulke - Podcast 7 - Pècs

Donnerstag, 30. September 2010

Zagreb - "Du bist der Größte!"


Das nennen wir eine gelungene Life-Work-Balance: nach einer angemessen langen Fahrt von Novi Sad nach Zagreb werden wir professionell empfangen. Der Sänger des lokalen Support-Acts October Light spricht uns auf der Straße an: "Hey, wollt ihr zum Purgeraj? Ihr seid gerade falsch abgebogen." Er springt in den Wagen und lotst uns mit 1a-Fernsehserien-Deutsch an den Ort des Geschehens. Soundcheck, danach schmackhafte Pizza mit Schinkenschnipseln.

Danach geht's ins funky Funk-Hostel, wo es erstmal einen selbstgebrannten Honigschnaps gibt. O-Ton Johannes: "Zagreb ist gut zu uns." Wir legen uns ab, der Rezeptionist unser Album ein. Während wir ruhen, lädt er ankommende Gäste und etliche Telefongesprächspartner auf das abendliche Konzert ein.



Um 22 Uhr machen wir uns wieder auf ins Purgeraj (kroatisch purgeri = Leute aus Zagreb), wo bereits eine dezidiert feierwütige Stimmung und hohe Menschendichte herrscht. Nachdem die hiesigen Helden October Light gespielt haben, dauert es einen Moment, bis wir die gleiche Euphorie aufgebaut haben. Ab Mitternacht gibt es aber kein Halten mehr. Der Saal brodelt, alle springen jubelnd durcheinander, drehen sich wild im Kreis und lassen Gaspodin Paschulke erst nach drei Zugaben gehen. Danach stürmen einige Fans die Bühne und drängeln sich in den Backstage-Bereich. Ein reichlich angetütertes Mädchen ist scharf auf Ruth, bis sie merkt, dass es sich bei ihr um eine Frau handelt. Eine andere führt für die Bandmitglieder einen Gogo-Tanz auf den Boxen auf. Bei dem Versuch, die 25 Meter zur Toilette zurückzulegen, wird Lisa von drei Typen ungefragt umarmt und auf kroatisch umworben. Nachdem wir diesem Sündenbabel entkommen sind, fallen wir um 4 Uhr ins Bett, erschöpft, aber glücklich über den gelungenen Auftritt.

P.S. Ein bedeutendes Thema dieser Tage sollte nicht unerwähnt bleiben: Das Wendelsche Geschwindigkeits-Gesetz (zur Erinnerung "Je näher sie kommen, desto weiter sind wir weg") wurde noch um eine Farbenlehre erweitert, die ihre Konzentration in folgender Aussage findet: "Gelb und Weiß sind die am häufigsten verwechselten Farben im Deutschen." Die Antwort aus der Band: "Bei deinen Zähnen weiß ich auch immer nie, ob sie weiß oder gelb sind."

Uwe Haar in Serbia



Acht Stunden Autofahrt, die hinteren Reihen leben sich erfolgreich in die Parallelwelt von Twin Peaks ein; abends kommen wir müde und verschwitzt in Sofia an. Nach einem Besuch beim Italiener (sic!) und einer Runde Billard fallen wir ins Bett.
Am nächsten Morgen geht es zurück nach Serbien, durchs Karl May-Fotoshooting-Land gen Novi Sad. Und siehe da: An einem Gebirgsbach, an dem wir zum Weitwurfwettbewerb Halt machen, steht Uwe Haar. Der Schutzpatron der Uni Witten/Herdecke hier in Serbien, irre! Eigener Aussage zufolge hat er sich durch aufmerksames Verfolgen unserer Blogs ausgerechnet, wann wir hier vorbeikommen müssten. Schlaues Bürschchen, der Uwe. Dass er Micha zum Verwechseln ähnlich sieht, verwundert nicht aufs Geringste. Kommen eben aus dem gleichen Stall.



A propos Stall: Auf der Fahrt gibt Tilman eine weitere Kostprobe seiner Kenntnisse der Tierwelt zum Besten: "Da reiten Pferde." Theo: "Da laufen Pferde." Tilman: "Ein Pferd, das sich bewegt, reitet."

In Novi Sad angekommen, bewundern wir die hübsche Fußgängerzone und begeben uns doch nicht in ein traditionell serbisches Lokal, sondern dinieren bei McDonald's. Auf dem Rückweg scheitert Lisa beim Versuch, ein nicht in "pork oil" frittiertes Gebäckstück zu erwerben. Im Club Route 66 warten wir geduldig, bis er sich füllt und legen eine flotte Nummer aufs Parkett, gemeinsam mit ausgelassen feiernden Serben. Und zwar w-i-r-k-l-i-c-h ausgelassen, wenn sie erst einmal warmgelaufen sind. Ja, der Balkan liebt unsere Musik!

Herr Paschulke - Podcast 6 - Budapest

Montag, 27. September 2010

Istanbul not Constantinopel

"Die glücklichen Tage der Menschheit sind die leeren Seiten im Buch der Geschichte." Wer den Autor dieses Zitates kennt, möge ihn bitte als Kommentar posten.

Wir beziehen das World Hostel neben einer Moschee, womit das morgendliche Wecken erledigt ist.

Dann haben wir zwei Tage Zeit, auf eigene Faust Istanbul zu erkunden. Alle machen zeitversetzt den obligatorischen Abstecher nach Asien mit dem Schiff und lassen sich ansonsten von der Eindrucksfülle Istanbuls überschwemmen: laut, bunt, chaotisch. In der beeindruckenden Hagia Sophia hören wir im Halbminutentakt vor dem schönen Christus-Mosaik: LadySir, no filash, please!

Am zweiten Abend machen wir Straßenmusik in der Istiklal Caddesi, der Vergnügungsmeile Istanbuls. Innerhalb kürzester Zeit hat sich eine Traube von 300 Menschen um uns versammelt, die neugierig die fremdartige Musik bestaunt. Ein Zuschauer schnappt sich Ruths Pandeero, ein Grüppchen Kinder tanzt vor uns. 18 CDs verkaufen wir! Und Börries ist, wie auch schon in der Straße, eine große fotografische Attraktion. Der akademische Stundenplan zwingt leider Jakob an diesem Abend die Truppe zu verlassen, spontan stimmen wir zum Abschied "Time to say goodbye" an.



Da wir Istanbul nicht ohne ein vernünftiges Konzert verlassen wollen, organisieren wir für Sonntag kurzfristig ein Konzert im Haymatlos. Wir bitten unseren freundlichen Parkwächter, uns ein Taxi zu rufen, der daraufhin kommende Fahrer kapituliert angesichts der zu transportierenden Instrumente und ruft uns eine Camionette. Der Fahrer sagt zu, kann dann aber ohne Brille den Plan nicht lesen und muss mehrfach anhalten, um sich den Weg erklären zu lassen. Auf der Hinfahrt sind wir zu Viert, zurück sitzt die gesammelte Mannschaft auf der Ladefläche, die offen bleibt, damit die Sicht nach hinten frei ist. Unser fröhlicher Taxifahrer, der selbst Musik macht - oder jemand, mit dem er verwandt ist und dessen Mutter in Nürnberg war oder ist, erreicht sogar, dass polizeiliche Sperren kurzzeitig für die Durchfahrt entfernt werden. Warum ein Wäscheständer hingegen unantastbar ist, wissen wir nicht, doch müssen wir unsere Instrumente die letzten 100m tragen.



Das Publikum im Haymatlos ist eine bunte Mischung aus deutschen Touristen, Exil-Europäern und Einheimischen, die vom spontan auf die Beine gestellten Konzert überrascht werden. Die Stimmung ist bombig, alle tanzen ausgelassen. Frühzeitig verlassen uns bedauerlicher Weise unsere treuesten Fans gen Flughafen, Karl und Andreas aus Leipzig, die wir schon in Budapest und Sofia getroffen haben. Sie halten mit 4 besuchten Konzerten den Tourrekord. Wer das noch toppen möchte, wird gebeten, ab Novi Sad einzusteigen. Wer es schafft, bekommt von unserem Posaunisten Tilman einen Eierkarton voll ausgeblasener Eier (evtl. bemalt). Die Party im Haymatlos geht weiter, doch unser Taxi ist bestellt. Ruth wehrt noch einen Verehrer ab, dann geht es zurück und schnell ins Bett.

Herr Paschulke - Podcast 5 - Wien

Samstag, 25. September 2010

Stambul - voll cool


ACHTUNG ACHTUNG - Wegen Internetzensur ist das Hochladen von Videos auf Youtube aus Istanbul nicht möglich!

Und wieder werden wir aus dem schönsten Tiefschlaf gerissen - heute geht es nach Istanbul, knapp 10 Stunden Fahrt sind zu bewältigen.

Nachdem wir halbwegs aufgewacht sind, sehen wir den Pilot von Twin Peaks und Berge am Horizont.

An der Grenze machen wir Bekanntschaft mit der türkischen Mentalität. Wir werden gebeten, an die Seite zu fahren. Dort warten wir und gucken vier Grenzkontrolleuren in silbernen Anzügen beim Sich-Unterhalten zu. Wir fragen höflich nach, ob wir etwas machen sollen und werden halbherzig kontrolliert. Nachdem wir zwei signierte Bestechungs-CDs abgegeben haben, dürfen wir weiter fahren.

Bergab fahrend ist Istanbul schon von weitem zu sehen, ein endloses Häusermeer am Meer mit vielen Moschata (im Paschulke-Bus demokratisch festgelegter Plural von Moschee). Dort gibt es abenteuerlichen Stadtverkehr, das Motto lautet Hauptsache Hupen. Johannes meistert die Fahrt bravourös, vor allem im völlig unübersichtlichen Kreisverkehr schlägt er alle anderen Fahrzeuge beherzt in die Flucht. O-Ton: "Das Schöne ist, hier ist alles erlaubt."

Wir treffen Jasper, der für den Rest der Fahrt mit von der Partie sein wird und gehen gepflegt türkisch essen. Danach wühlen wir uns durch die Partymeile Istiklal Caddesi und genießen den Ausblick über die Lichter der Stadt vom Club Araf im 5.Stock.